Miteinander im Team arbeiten??
Vortragende
FH-Prof.in Mag.a Sabine Dielacher (FH Gesundheitsberufe OÖ) & Dr. Erwin Rebhandl (Johannes Kepler Universität Linz)
Im Rahmen dieses Workshops wird zunächst die interdisziplinäre Ausbildung zur Zusammenarbeit in Linz vorgestellt. Anschließend erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die praktische Umsetzung dieses Ansatzes in den Primärversorgungseinheiten (PVE). In Kleingruppen wird gemeinsam erarbeitet, welchen konkreten Mehrwert interdisziplinäre Zusammenarbeit für die Patient*innenversorgung bietet und wie sie die Versorgungsqualität nachhaltig verbessern kann.
Zielgruppe: Verschiedene Professionen (Medizin, Gesundheits- und Krankenpflege, Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Soziale Arbeit, Psychotherapie, Psychologie etc.) – möglichst eine heterogene Gruppe
OnkoMobil Steiermark – Digital unterstützte Nachsorge bei Brustkrebspatientinnen
Vortragende
Dalia Hämmerle, MSc. (telbiomed Medizintechnik und IT Service GmbH); Mag.a (FH) Christine Loder, MPH (IAMEV)
Dieser Workshop richtet sich an Allgemeinmediziner*innen, die im Rahmen des Projekts „OnkoMobil Steiermark“ aktiv an der Nachsorge von Patientinnen, die eine Brustkrebserkrankung hatten, mitwirken möchten.
Ziel des Workshops ist die strukturierte Einschulung in das telemedizinische Nachsorgekonzept, die Klärung der jeweiligen Aufgabenbereiche sowie die Beantwortung offener Fragen. Darüber hinaus bietet der Workshop Raum für fachlichen Austausch.
Zielgruppe: Allgemeinmediziner*innen aus der Steiermark
Einsamkeit begegnen – Sensibilisierung für soziale Teilhabe als Gesundheitsfaktor
Vortragende
Silvia Vollstuber, BSc MA (IfGP)
Der Workshop vermittelt eine kompakte fachliche Einordnung von Einsamkeit (Begriffsabgrenzung, Prävalenz, Tabuisierung) und beleuchtet Einsamkeit als relevanten Einflussfaktor auf Gesundheit und Wohlbefinden. Anhand kurzer Reflexionsimpulse und praxisnaher Beispiele wird aufgezeigt, wie Einsamkeit im Versorgungsalltag wahrgenommen werden kann und welche Barrieren sozialer Teilhabe dabei eine Rolle spielen. Abschließend werden wirksame, niedrigschwellige Ansatzpunkte diskutiert, die insbesondere für Primärversorgungseinrichtungen im Umgang mit psychosozialen Belastungen anschlussfähig sind. Der Workshop wurde im Rahmen des Projekts „Dialog gesund & aktiv altern“ erarbeitet, einer Kooperation des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, des Dachverbands der österreichischen Sozialversicherungen und des Fonds Gesundes Österreich, und legt einen besonderen Fokus auf die Sensibilisierung für Alter(n)sbilder und deren Bedeutung für soziale Teilhabe und Einsamkeit.
Zielgruppe: Fachpersonen aus Primärversorgung, Gesundheitsförderung, Prävention sowie dem Sozial- und Gesundheitsbereich
Verdauungsprobleme ohne Diagnose?! Diätologische Therapie bei unspezifischen Symptomen
Vortragende
Julia Kolonovits, MSc (Medizin Augarten); Leonie Barbi, BSc (Diätologin)
Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchschmerzen oder unregelmäßiger Stuhlgang gehören zu den häufigsten Beschwerden in der Primärversorgung – oft ohne klare medizinische Diagnose. In diesem Workshop erhalten Fachpersonen praxisnahe diätologische Ansätze zur strukturierten Anamnese und zur Einschätzung möglicher ernährungsrelevanter Auslöser. Vorgestellt werden bewährte Anamnesetools sowie therapeutische Strategien zur individuellen Begleitung von Patient*innen mit funktionellen Beschwerden. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit unspezifischen Symptomen und alltagstaugliche Interventionen für die Praxis zu vermitteln.
Zielgruppe: medizinisch therapeutische Berufsgruppen, Ärzt*innen, Ordinationsmitarbeitende
Mehr Zeit für Medizin – Hebel zur administrativen Entlastung im Ordinations- und PVE-Alltag
Vortragende
Dr.in Sevinc Yildirim (Kinder-PVE im CAPE10) ; Matthias Ferreiro, BA MPH MBA (CENTORVA); Jennifer Panholzer (CENTORVA); Dr. Ahmed Bakr (Kinder-PVE im CAPE10)
Im Stationen-Workshop erarbeiten wir praxisnahe Hebel, wie medizinische Teams administrativ entlastet werden und mehr Zeit für Medizin gewinnen. In einem interaktiven Format (kurze Inputs, moderierte Arbeitsphasen mit Fallbezug) bündeln und strukturieren wir bewährte Ansätze aus dem Kreis der Teilnehmenden sodass konkrete, übertragbare Take-aways entstehen. Thematisch geht es um Nachfrage-/Terminsteuerung, Kommunikationsregeln (Telefon/Rückruf/Befund), Standardisierung & Delegation sowie die sinnvolle Organisation von Support- bzw. Shared-Services.
Zielgruppe: Ärzt*innen sowie Praxis-/PVE-Management und Verantwortliche aus Administration/Organisation (Interessenvertretung/Policy als ergänzende Perspektive willkommen)
Psychologische und psychotherapeutische Beratung in PVEs – Supervision / Intervision
Vortragende
Mag.a Katharina Lechner (Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin); PVN Neuzeug-Sierning OÖ; DSA Dipl.-Ing. Stefan Ohmacht (Psychotherapeut), PVE Doctorum, Wien
Aufbauend auf Praxisbeispielen der beiden Referent*innen sind die Teilnehmer*innen eingeladen, Praxisbeispiele aus ihrer Arbeit in PVEs einzubringen – sowohl aus Einzelfällen, als auch aus Gruppenangeboten. Bezugnehmend auf das heurige Thema “Wissen wirkt, Praxis lebt” möchten wir uns auch der Dauer der Beratung in den PVE’s über das Good-Enough-Level Model von Barkham annähern.
Zielgruppe: Ausschließlich klinische Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen in PVE‘s, inkl. Kolleg*innen i.A.u.S.
Community (Health) Nursing in der Primärversorgung: Brücken bauen zwischen Medizin, Pflege und Lebenswelt
Vortragende
Community (Health) Nurses: DGKP Sabine Conrad, MSc.; DGKP Maria Willams, BN, PGCertHSc
Community (Health) Nurses (CHN) übernehmen in der Primärversorgung eine präventive, koordinierende und gesundheitsfördernde Schlüsselrolle und leisten durch interprofessionelle Zusammenarbeit einen wesentlichen Beitrag zu einer ganzheitlichen Versorgung. Sie orientieren sich am Public Health Intervention Wheel und verbinden Prävention, frühe Risikoerkennung, Beratung, Gesundheitsbildung sowie Vernetzung im kommunalen Setting zu einem integrierten Versorgungsansatz.
Zielgruppe: Pflegefachpersonen, Allgemeinmediziner:innen, Therapeut:innen, Gesundheitsmanager:innen, Sozialarbeiter:innen, Health Professionals
Entwicklung von Versorgungsansätzen und Unterstützungsangeboten am Beispiel Demenz – kommunale Gesundheitsförderung im Bezirk Graz-Waltendorf
Vortragende
Carina Batek-Stipacek, MPH (Public Health, Management in der Gesundheitsförderung und Krankenversorgung)
Im Workshop werden Konzeption, Ablauf und Umsetzung der fünf Demenzzirkel im Grazer
Bezirk Waltendorf vorgestellt, in denen partizipativ an Alltagsthemen rund um Demenz
gearbeitet wurde. Dabei werden die zentralen Handlungsfelder, die entwickelten
Versorgungs- und Unterstützungsansätze sowie Erfahrungen aus der Moderation und der
Zusammenarbeit mit Betroffenen, Angehörigen und Zugehörigen präsentiert.
Abschließend wird diskutiert, ob und inwieweit ein Auftrag zur Umsetzung der
identifizierten Handlungsfelder in der Primärversorgung besteht, wie die Ergebnisse dafür
genutzt werden könnten und ob solche oder ähnliche Formate grundsätzlich in der
Primärversorgung Anwendung finden sollten.
Zielgruppe: Interessierte, Berufsgruppen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich, Mitarbeitende von Gesundheitszentren